Mysterium des Winterschlafs entschlüsselt

Überall auf der Welt, wo es im Winter kalt wird, halten unzählige Tiere Winterschlaf. Sie begeben sich, wenn die Temperaturen sinken und die Nahrung knapper wird, in ein sicheres Versteck. Und dann passiert ein Naturwunder, das bis vor kurzem noch voller wissenschaftlicher Rätsel war: Die Tiere drosseln ihren Stoffwechsel, ihre Herzfrequenz und Atmung, und sie hören auf, Kot und Urin auszuscheiden. Sie fahren sozusagen ihren gesamten Organismus herunter.

Einem Team aus Wissenschaftlicher norwegischer, schwedischer und französischer Herkunft ist nun der Nachweis gelungen, dass vor allem ein System im Körper der Tiere hauptsächlich für diesen Vorgang verantwortlich ist: das Endocannabinoidsystem bzw. ECS. Schon zuvor hatten Forscher Hinweise darauf in hibernierenden Kleintieren – Winterschlaf heißt auch Hibernation – gefunden. Nun wurde klar, dass auch Bären, die zu den massivsten und intelligentesten Tieren des Planeten zählen, mithilfe ihrer körpereigenen Cannabinoide bis zu sieben Monate lang im sogenannten Torpor-Zustand verweilen können. Torpor ist ein Zustand der Starre. Die Tiere wirken wie versteinert – „stoned“.

Alle Säugetiere besitzen ein Endocannabioidsystem, welches stets mit denselben Molekülen funktioniert. Das Rohmaterial ist also immer gleich, jedes höher entwickelte Lebewesen hat z. B. Anandamid im Körper, genau wie der Mensch. Und es häufen sich die Hinweise, dass auch niedrigere Lebensformen dieses ECS aufweisen. Es könnte sich sogar um ein Basisprogramms des Lebens an sich handeln.

Geheimnissvolles Cannabinoid-Treiben

Das ECS der Braunbären reguliert ihre Nahrungsaufnahme, den Energiehaushalt, die Atem- und Schlafmuster und die Herzfrequenz. Wie die neuen Forschungserkenntnisse nun zeigten, geschieht bei ihrer Hibernation dann folgendes:

  • die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 im Körper reduzieren ihre Aktivität;
  • der Level an Anandamid und AG2, der körpereigenen Haupt-Cannabinoide, verringert sich;
  • der Level an DHA, einer für normale Gehirnfunktion essentiellen Omega3-Fettsäure, steigt;
  • der Level an OEA, einem cannnabinoidartigen Molekül, das den Hunger unterdrückt und fast identisch ist mit Anandamid, sich allerdings vollkommen anders im Körper verhält, steigt auf das Dreifache.

Die Forscher gehen davon aus, dass die genetische und physiologische Basis für den Winterschlaf in sehr vielen Säugetieren erhalten sein könnte – einschließlich des Menschen. Großes Interesse gilt hierbei der Komponenten OEA – dem Pseudo-Cannabinoid könnte eine große Zukunft als Appetitzügler bevorstehen. Mehr Info über OEA HIER.

Ein umfangreicher Artikel über die Erkenntnisse ist HIER bei Project CBD nachzulesen.

https://AROMAKULT.com wünscht angenehme Winterruhe!