Psychedelische Pflanzenanwendungen sind Erbe der Menschheit

Seit tausenden Jahren nehmen Menschen bei kultisch-spirituellen Handlungen Cannabis zu sich. Das ist archäologisch zweifelsfrei nachgewiesen. Der Zweck ist die Veränderung des Bewusstseins und der Wahrnehmung, die Cannabiskonsum auslösen kann, aber auch die Heilwirkung der Pflanze. Cannabis gilt als eine der am einfachsten psychedelisch anwendbaren Pflanzen der Welt und als äußerst risikoarm.

Vor fünftausend Jahren konsumierte eine kriegerische Fürstin des wilden Skythen-Volks nördlich des Schwarzen Meeres Cannabis, um die Schmerzen ihrer Krebserkrankung zu lindern. Die Skythen inhalierten allerdings auch verdampfte Cannabisblüten und Mohnkapseln in Schwitzhütten, berichtet Herodot ca. 450 vor Christus. Kultisches Cannabis ist im Ägypten und Israel des Altertums nachgewiesen. Im 20. Jahrhundert wurden die Rastafari mit ihrer Verehrung Haile Selassies bekannt. Und auch im Westen gibt es heute eine Cannabis-Kirche.

Überdies existiert eine große Menge anderer Pflanzen, deren extrem viel stärkere psychedelische Wirkung sie deutlich weniger populär als Cannabis macht. Dazu gehören Meskalin-Kakteen, Ayahuasca-Gebräue, Zauberpilze, Zubereitungen aus Trichterwinde, Steppenraute, Engelstrompete oder Azteken-Salbei. Und auch die Pflanzen der Gattung Datura, bei uns Stechapfel genannt. Das exotische Gewächs mit wunderschönen Blüten liefert Samen, welche eine der stärksten bekannten Bewußtseinsveränderungen im Menschen hervorrufen. Das Risiko einer vorübergehend nötigen Zwangseinweisung in die Irrenanstalt und dauerhafter psychischer Schäden, nebst auch möglicher körperlicher Vergiftungen, ist bei Stechapfel-Anwendungen durchaus vorhanden.

Bisher nicht nachgewiesen werden konnte, dass Menschen in grauer Vorzeit, als sie in den unzähligen entdeckten antiken Kult-Höhlen der Welt ihre Versammlungen abhielten, auch andere psychoaktive Pflanzen bei rituellen Handlungen verwendet haben. Trotz unzähliger Funde von Höhlenmalereien, die typische Erlebnisse einer psychedelischen Pflanzenanwendung abzubilden scheinen, fehlte bisher der Beleg für eine Rolle der Psychonautik in diesem Geschehen. Aber nun ist auch das bewiesen: In der Pinwheel-Höhle in Kalifornien stopfen die Menschen zerkaute Klumpen von Stechapfel in die Felsritzen und malten ein spiralförmiges Gebilde an die Decke, welches der aufblühenden Stechapfelblüte in der Abenddämmerung gleichsieht, berichtet National Geographic.

Das beweist vor allem eins: Die Menschen sind seit tausenden Jahren Psychonauten und erkunden mit Hilfe von psychedelischen Pflanzen eine Welt jenseits der materiellen, die nur im Geist existiert – eine spirituelle Welt. Das sollte nicht bei Gefängnisstrafe verboten, sondern in regulierten und vernünftigen Bahnen erlaubt und für alle Menschen zugänglich sein. Und es sollte anständig wissenschaftlich erforscht werden. Damit man es letztendlich zum Unesco Weltkulturerbe erklären kann.

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