Israel, Texas: Medical Marijuana auf dem Vormarsch

Nach der Freigabe zu Privatzwecken in Argentinien (-> Aromakult-Bericht) und dem Erdrutsch-Sieg für legale Cannabismedizin und Privatfreigabe in mehreren US-Bundesstaaten (-> Aromakult-Bericht) haben nun auch Israel und der Bundesstaat Texas offiziell angekündigt, Cannabis legalisieren zu wollen. Und am 2. Dezember stimmen die UN ab über die Empfehlung von WHO und CND, Cannabis global neu zu regulieren.

Israel hat eine der längsten Traditionen in der medizinischen Anwendung von Cannabis. Hier gibt es Medizinalprogramme seit den 1990er Jahren. Nun hat ein inter-ministerieller Ausschuss die Legalisierung von Cannabis in Israel vorgeschlagen. Die Empfehlung legt eine Orientierung am kanadischen Modell nahe (-> mehr Info).

In Texas sind im Fahrwasser der jüngsten US-Legalisierungswelle mehrere Gesetzestexte eingereicht worden, mit denen demokratische Senatoren die Erweiterung des streng eingeschränkten texanischen Cannabis-Medizinalprogramms hin zur Legalisierung anstreben (-> mehr Info). Stärkste Argumente auch hier: die Umsätze, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.

Generell ist die Zustimmung für eine Legalisierung von Cannabis in den USA noch nie so hoch gewesen wie heute. 68 Prozent der Bevölkerung befürworten die Legalisierung laut einer aktuellen Gallup-Studie. Gallup befragt dazu seit 1969 und hat nun auch hinstorische Vergleiche veröffentlicht (-> mehr Info).

Währenddessen kann die EU-Kommission nicht anders, als soeben wieder dem ORF (-> hier) zu bestätigen, was bereits umfassend bekannt ist: CBD, in oder aus der Hanfblüte gewonnen, ist laut den Definitionen des UN-Suchtgiftabkommens von 1961 Suchtgift. Deshalb gilt es der EU-Zentralbehörde als solches. Weil es nun mal nicht anders reguliert ist – und die Behörde keinen Anlass sieht, dies zu ändern.

Freilich ist das noch lange kein wirkliches Verbot. CBD zu verbieten, das ist ein nahezu unmögliches Ansinnen. Einerseits wird es längst nicht nur aus Hanf gewonnen, sondern z. B. auch von Hefepilzen produziert, angeblich sogar kostengünstiger (-> mehr Info). Dann hat es keinerlei Rausch- oder sonstwie massive, bewusst wahrnehmbare Wirkung, sodass eine Einstufung als Suchtgift niemals Gültigkeit erlangen kann. Außerdem ist es immer in Cannabis enthalten, die Behörde würde mit einem Verbot also auch die Landwirtschaftsbranche (-> mehr Info) sowie Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedanken schädigen (-> mehr Info). So gesehen ist die Festlegung der EU-Behörde nur eine willkommene Ausrede für die eigene Untätigkeit.

Diese Untätigkeit ist allerdings gut begründet: Anfang Dezember planen die Vereinten Nationen darüber abzustimmen, ob das Suchtgift-Einheitsabkommen geändert werden soll. Die Zugangsbarrieren zu medizinischem Cannabis sollen deutlich gesenkt werden. CBD und alles andere, das aus Cannabis mit sehr niedrigem THC-Gehalt gemacht ist, soll ganz aus dem Abkommen herausgestrichen werden und nicht mehr als Suchtgift gelten.

Die EU hält sich mit ihrer jetzigen Positionierung also völlig heraus und überlässt es den einzelnen Nationalstaaten, von ihrem Mitspracherecht in der UN Gebrauch zu machen. Eigentlich sollte man das als fair betrachten. Ob man es kann, wird die Abstimmung zeigen. Sie kann eigentlich nicht gegen die Neueinstufung von Cannabis ausfallen. Die wissenschaftliche Realität rund um Cannabis ist zu eindeutig. Sie wurde jahrelang geprüft, und sämtliche Prüfer empfehlen diese Neuorientierung. (-> mehr Info)

Am 2. Dezember ist also Abstimmung. In Österreich laufe die EU-Kommission Gefahr, die Neueinstufung von Cannabis zu torpedieren, meint der VSV (-> hier). Ginge es nach der EU, würde das entgegen der wissenschaftlichen Logik und Vernunft zweifelsohne die Agenden weniger Pharmakonzerne stützen. Die globale Cannabis-Branche aber würde es schwächen und in Desorganisation stürzen.

https://AROMAKULT.com befürwortet jeden Schritt zur Rückkehr der Hanfpflanze in die Gesellschaft mit Nachdruck.

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