Ein Terroranschlag als Kriegsgrund

“Remember the Maine! To hell with Spain!”

Das war der Schlachtruf, mit dem William Randolph Hearst kurz vor der vorletzten Jahrtausendwende die Massen aufhetzte zum Krieg USA gegen Spanien. Hearst war einer der berüchtigtsten Medien-Unternehmer der US-Geschichte. Die USS Maine war ein Kriegsschiff der USA, gesunken aus ungeklärten Gründen vor Kuba. Das Unglück gab den Anlass für die Hetze in Hearsts in Millionenauflagen erscheinender Tageszeitung „New York Journal“. Als letzte Bastion des einstigen Kolonialreichs Spanien in der Karibik war Kuba damals der Drehpunkt der Auseinandersetzung. Aus irgendeinem Grund hasste Hearst die Spanier, nicht zuletzt wohl aus rassistischen Motiven. Aber er war vor allem interessiert an der Manipulation der öffentlichen Meinung und der Politik. Er wollte die Wirtschaftskraft Lateinamerikas schwächen zugunsten der Dominanz Nordamerikas, wo seine riesigen Wälder – und nicht der Hanf aus Mexiko – das Papier lieferten für seine Dutzenden Millionen Zeitungen. Die Idee, Spanien für immer zu verjagen aus dem Umfeld der amerikanischen Kontinente, gefiel dem gescheiterten Politiker Hearst. Details dazu unter https://en.wikipedia.org/wiki/USS_Maine_(1889).

Hearst war ein unheimlich reicher und mächtiger Mann, aber gleichzeitig eine armselige Gestalt. Es gibt schwer verifizierbare Berichte, nach denen er angeblich in Deutschland war, um Hitler zu treffen. Der legendäre Künstler Orson Welles hat ihm jedenfalls 1941 mit dem Film „Citizen Kane“ (https://www.youtube.com/watch?v=z9OUZNicTGU) ein zweifelhaftes Denkmal gesetzt. Die Geschichte allein dazu liest sich wie ein Krimi: https://www.moviepilot.de/movies/citizen-kane.

Cannabis-Horrorgeschichten

Hearst ist auch einer der bedeutendsten Drahtzieher hinter dem globalen Cannabis-Verbot der Neuzeit. Er druckte in den 1930er Jahren jahrelang ohne Pause in seiner Tageszeitung Horror-Geschichten von Schwarzen, Zigeunern und Hispaniern, die sich weiße Frauen mit Cannabis gefügig machten, um sie dann zu vergewaltigen, zu ermorden oder sonst einen Gewaltexzess an ihnen zu begehen; freilich wurde auch Amerikas Jugend von Hearsts Feindbildern nach Cannabis süchtig gemacht, um die weiße, christliche US-Gesellschaft zu zersetzen. So schafften es Hearst und seine Mitstreiter, u. a. der Bankier und US-Finanzminister Andrew Mellon (https://prospect.org/culture/books/the-rise-and-fall-of-andrew-mellon/), dessen Verwandter und spätere Leiter der UN-Drogenbehörde Harry Anslinger (https://www.cbsnews.com/news/harry-anslinger-the-man-behind-the-marijuana-ban/) und der multinationale Waffen- und Chemiekonzern DuPont (https://www.dupont.com/), die Volksmedizin Cannabis mit Hilfe gezielter jahrelanger Propaganda ab 1937 ins Kriminal zu drängen.

Hearsts Massenblatt hat den Begriff „Yellow Press“ geprägt, der selbst im heutigen Sprachgebrauch noch erhalten ist. Yellow Press ist ein Synonym für aufgebauschten, übertriebenen und hetzerischen Sensationsjournalismus. Hearsts „New York Journal“ stand damals in direkter Konkurrenz zur „New York World“ des nicht minder berüchtigten Joseph Pulitzer. Den Schaden aus den Machenschaften beider – nämlich u. v. a. das Verbot von Cannabis – trägt die Weltgesellschaft bis heute.

Kriegsschiff versenkt

Was das eingangs erwähnte Schiff USS Maine betrifft, so handelte es sich um ein amerikanisches Kriegsschiff, das im Hafen von Havanna auf Kuba vor Anker lag, als es Mitte Februar 1898 explodierte und sank, wobei 260 Marinesoldaten kläglich ertranken. Es war sozusagen im Kleinen, was später im Zweiten Weltkrieg in Pearl Harbour groß passieren sollte. Hearst schrieb die damals gigantische Summe von 50.000 Dollar Belohnung für die Ergreifung der Täter aus. Und er forderte in seinem Massen-Blatt unentwegt die Kriegserklärung der US-Regierung gegen Spanien. Bis dieser Krieg im April 1898 tatsächlich stattfand: Die USA vertrieben Spanien binnen weniger als drei Monaten aus der Karibik und beendeten damit endgültig die Spanische Kolonialzeit in Mittel- und Südamerika. Mehr Info dazu hier:
http://www.spanisch-amerikanischer-krieg.de/
https://www.pbs.org/crucible/tl10.html
https://www.britannica.com/event/destruction-of-the-Maine
https://de.wikipedia.org/wiki/Spanisch-Amerikanischer_Krieg

Hergestellte Beweise

Bis heute steht „Medienzar“ Hearst, dessen Imperium aus Massenkommunikationsmitteln für seine Enkel immer noch gedeiht und floriert (https://www.hearst.com/), in schwerstem Verdacht, bei der nach wie vor ungeklärten Sprengung der USS Maine im Hafen von Havana tief in die Organisation dieses Terroranschlags verwickelt gewesen zu sein. Der Ausspruch „You furnish the pictures, I furnish the war“ hängt ihm bis heute an: Stelle du die Bilder her, ich fabriziere die News, soll er einem Vertrauensmann gesagt haben, der beim Fotoauftrag auf Kuba kein Leid, sondern nur Frieden und Beruhigung vor die Linse bekam. Die wilde Geschichte rund um die USS Maine – Hearsts Medien würden sicher „Verschwörungstheorie“ dazu sagen – ist hier zu lesen: https://historynewsnetwork.org/article/168374. Bewiesen ist, dass Hearsts „New York Journal“ berichtete, die Spanische Armee habe die USS Maine mit einem Torpedo gesprengt und versenkt. Die Ursache der Explosion ist aber tatsächlich bis heute ungeklärt.

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